Nicht ohne einen Speicher – Netzanschlussvertrag Osterburken

Das optimale Zusammenspiel von Energiegewinnung, Speicherung und dem Netzzugang ist der Alltag der Energiewirtschaftsmanager von Renergo. Nun hat der Heidenheimer Projektierer die Genehmigung für den Bau eines Standalone-Batteriespeichers in Osterburken im Neckar-Odenwald-Kreis erhalten.

Nach einer engen Zusammenarbeit mit der Netze BW, einem Stromnetzbetreiber aus Badem-Württemberg, wurden im Juli die Netzanschlussverträge für das Vorhaben geschlossen. Damit ist ein entscheidender Schritt für die Umsetzung des Speicherprojekts geschafft.

Strom speichern, wenn er im Überschuss vorhanden ist

Der Standalone-Batteriespeicher bezieht in Überschussphasen Strom aus dem öffentlichen Netz, speichert diesen zwischen und speist ihn in Phasen mit höherem Strombedarf wieder ins öffentliche Netz zurück.

Der Batteriespeicher wird eine Leistung von 50 MW und einer Kapazität von 100 MWh anbieten. Der Speicher wird nicht an eine eigene Erzeugungseinheit wie beispielsweise einen Solar- oder Windpark angeschlossen, sondern wird zur Entlastung an die 110-kV-Leitung der Netze BW angeschlossen. Das geht nicht ohne ein Umspannwerk, das mitgeplant und gebaut wird.

20 Batteriecontainer auf insgesamt 0,8 Hektar

Geplant sind 20 Container mit Batteriezellen und zehn Mittelspannungsanlagen auf 0,5 ha. Das Umspannwerk mit einem 50/63-MVA-Transformator wird an der Hochspannungsleitung auf 0,3 ha Land errichtet. Die Bau- Gesamtfläche beträgt 0,8 ha.

Der Netzanschluss als entscheidender Faktor

Für Peter Waldmann, Geschäftsführer bei Renergo, ist der Netzanschluss heute einer der entscheidenden Faktoren für den Ausbau von PV- und Speicherprojekten. „Während Flächen, Technik und Finanzierung vielfach verfügbar sind, stoßen viele Vorhaben an die realen Grenzen der Netzkapazitäten.“

So ist dann auch die aktuelle Mahnung der Fachmesse Windenergie Hamburg im September 2026 eindringlich: Energiegewinnung, Speicherung und Netz müssen als integriertes Gesamtsystem gedacht werden. Erzeugung allein reicht nicht — ohne leistungsfähige Netze, flexible Speicher und intelligente Steuerung bleibt das Potenzial der Erneuerbaren Energien ungenutzt und die Energiewende wird teurer. Die Branche positioniert Speichertechnologien dabei erstmals als eigenständigen, gleichrangigen Pfeiler neben der reinen Energieerzeugung.

Renergo hat dies bereits vor einigen Jahren entschieden und entwickelt bereits seit 2024 ausschließlich Projekte mit Speicher.

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Gegründet im Jahr 2021, steht Renergo für mehrjährige Erfahrung in der Projektierung und im Betrieb von Anlagen für erneuerbare Energien. Unsere Expertise erstreckt sich über alle Größenklassen von EE-Anlagen, wobei wir besonderen Wert auf nachhaltige und effiziente Energieerzeugung legen.

„Wir stehen für Expertise im Bereich Solar, Speicher und Windenergie“

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Für die smarte Kombination von PV-Park und Grünspeicher hat die Stadt mitten im Dreieieck von Köln-Düsseldorf und Mönchengladbach vor Kurzem die Genehmigung erteilt. Auf einer privilegierten Fläche von 23,4 h entsteht eine PV-Leistung von rd. 24 Megawatt und eine Speicherleistung von bis zu 17 Megawatt. Entwickelt wird das Projekt von Renergo.

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Technologischer Fortschritt trifft auf neue Unsicherheiten
Gleichzeitig steigt jedoch die regulatorische Unsicherheit. Die politischen Vorhaben aus dem Bundeswirtschaftsministerium zielen darauf ab, den Ausbau der erneuerbaren Energien stärker an den Zustand der Stromnetze zu koppeln. Kapazitätslimitierte Netzgebiete, mögliche Baukostenzuschüsse, strengere Anschlusspriorisierung und geringere Entschädigungen bei Abregelungen verändern die Kalkulation vieler Projekte. Was technisch möglich ist, wird damit nicht automatisch wirtschaftlich umsetzbar.

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Renergo kennt diese und setzt hier an: Nach dem STOLAR-Prinzip entwickeln wir Photovoltaikprojekte grundsätzlich in Verbindung mit Speichern. So entsteht aus einer reinen Erzeugungsanlage ein flexibles Energiesystem, das Strom bedarfsgerechter bereitstellen, Netzbelastungen reduzieren und zusätzliche Erlöspotenziale erschließen kann.

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Die Kombination von Solarenergie und Batteriespeichern entwickelt sich vor diesem Hintergrund zunehmend zum Standard. Speicher allein garantieren jedoch noch kein tragfähiges Geschäftsmodell. Erst eine energiewirtschaftlich fundierte Auslegung und Steuerung ermöglicht es, Flexibilität gezielt zu nutzen, Netzrestriktionen zu berücksichtigen und Erlöspotenziale langfristig abzusichern.

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